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24.03.2022

Cybersicherheit: Nachlässigkeiten können Unternehmen in den Ruin treiben

Die Nutzung digitaler Sicherheitslücken ist ein kriminelles Milliardengeschäft. Ohne Versicherung können existenzielle Schäden entstehen.

Professionelle Hacker legen mittlerweile ganze Firmennetzwerke lahm. Der Ausfall, Datendiebstahl oder sogar Lösegeldforderungen können enorme Kosten verursachen. Die Versicherungsagentur rät Unternehmen, sich über entsprechende Versicherungsmöglichkeiten zu informieren.
Illustration: Anna Schoiswohl (frei)

Cyberkriminalität ist seit Jahren ein lukratives Geschäft. Wo früher einzelne Hacker individuelle Angriffe durchführten, sind heute Organisationen mit professionellen Methoden am Werk. Ransomware heißen die Programme, mit denen kriminelle IT-Profis ganze Firmennetzwerke lahmlegen. Das kann Unternehmen viel Geld kosten. Abhilfe schaffen entsprechende virtuelle Sicherheitseinrichtungen und maßgeschneiderte Versicherungen. Sie können im Schadensfall finanzielle Folgen abfedern. Für Betroffene gibt es außerdem eine eigene Checkliste der Wirtschaftskammer Österreich.

St. Pölten, 24. März 2022 – Spätestens seit dem Krieg in der Ukraine ist Cybersicherheit wieder in den Fokus des öffentlichen Interesses gerückt. Selbst die moderne Kriegsführung nutzt die Instrumente von IT-Kriminellen, um die Infrastruktur des Gegners zu schwächen. „Die aktuelle Entwicklung zeigt, dass Cyberkriminalität längst ein hochprofessionelles Betätigungsfeld geworden ist, das Milliarden abwirft. Gegen die Gefahr eines Angriffs muss man sich mit ausgeklügelten IT-Strukturen schützen. Finanzielle Folgen kann nur eine entsprechende Versicherung abfedern“, sagt KommR Horst Grandits, Bundesgremialobmann der Versicherungsagenten.

Versicherung gegen Ransomware
Ransomware ist die Bezeichnung für Schadsoftware, mit der der Angreifer die Nutzung der Daten durch den Computerbesitzer unterbinden kann. „Von Ransomware können einzelne User oder große Firmennetzwerke betroffen sein. Das Ziel ist immer das gleiche – die Hacker verlangen Geld, um die Daten zu entschlüsseln und damit wieder nutzbar zu machen. Firewalls und Virenprogramme können diese Angriffe erschweren, ganz auszuschließen sind sie aber leider nie“, erklärt Grandits. Beispiele dafür gab es in den vergangenen Jahren viele. Die Lösung aus dieser virtuellen Geiselhaft ist stets mit erheblichen Geldleistungen verbunden. Je nach Größe des betroffenen Unternehmens können die Forderungen bis in Millionenhöhe reichen. „Aus diesem Grund bieten nahezu alle bedeutenden Versicherungen spezielle Cyberversicherungen an. Diese decken nicht nur Lösegeldforderungen ab, sondern weiten ihren Schutz teilweise auch auf Bereiche wie Medienhaftpflicht oder den Diebstahl virtueller Inhalte aus. Daher empfehle ich allen Unternehmern ein Gespräch mit dem Versicherungsagenten ihres Vertrauens, um perfekte individuelle Lösungen zu finden“, erklärt Grandits.

WKO-Checkliste für den Ernstfall
Für den Ernstfall eines Hackerangriffs hat die Wirtschaftskammer Österreich eine Checkliste samt Hotline eingerichtet, um mögliche Schäden abzuwenden oder gering zu halten. Die Liste umfasst dabei eine Reihe von technischen und organisatorischen Aspekten, die im Notfall helfen können. Die Checkliste ist unter www.it-safe.at abrufbar. Auf dieser Website gibt es außerdem zahlreiche Tipps und aktuelle Infos zu Gefahren. Die Cybersecurity-Hotline der WKO ist unter 0800 888 133 erreichbar.

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